Freizeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebens und trägt maßgeblich zu Wohlbefinden und Lebensqualität bei. Woran viele gar nicht denken: Je nachdem, wie und womit die Freizeit gestaltet wird, kann sie mit einem erheblichen Ressourcenverbrauch und relevanten Treibhausgasemissionen (THG) verbunden sein. Genau darum geht es im
Projekt „FreiRess – Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft im Bedarfsfeld Freizeit“.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes haben das ifeu, das Öko-Institut und Franziska Mohaupt vom Bundesverband für Soziokultur umfassend den Ressourcenbedarf und die THG-Emissionen im Freizeitbereich untersucht und daraus konkrete Ansatzpunkte für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Gestaltung abgeleitet. In einer Workshopreihe reflektieren und entwickeln wir gemeinsam mit Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik diese Ergebnisse weiter.
Zwei Workshops haben bereits erfolgreich stattgefunden:
Im ersten Workshop im April haben wir zentrale Handlungsfelder identifiziert und bewertet. Letzte Woche trafen wir uns im Öko-Institut in Berlin und sind in die konkrete Ausarbeitung von Handlungsoptionen eingestiegen. Herzstück waren dabei interaktive Arbeitsphasen, sogenannte Ideenwerkstätten.
Gemeinsam haben wir:
• vielversprechende Handlungsoptionen zur Ressourcenschonung und THG-Minderung weiterentwickelt und
• diese anhand von Kriterien wie Umsetzbarkeit, Einsparpotenzial und Kosten, aber auch mit Blick auf mögliche Herausforderungen und beteiligte Akteur*innen diskutiert und bewertet.
In kurzen Pitches stellten die Kleingruppen zum Abschluss ihre Ideen vor, darunter:
- Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelabfällen in Hotels, Restaurants und Kantinen,
- digitale Lösungen, um Textilien im Kreislauf zu führen,
- die Dekarbonisierung der Sportinfrastruktur mithilfe eines „Instituts für klimaneutrale Sportinfrastruktur“ sowie
- eine digitale Best-Practice-Plattform unter dem Leitgedanken „Voneinander lernen“.
Das FreiRess-Team bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden für den kreativen Prozess und den anregenden Austausch. Wir freuen uns darauf, die Ideen gemeinsam weiterzudenken, gern auch in möglichen Folgeprojekten!
Mehr InfosFoto: ifeu gGmbH